Die Schwesternschaft Ushirika wa Neema (Gemeinschaft der Gnade) wurde 1979 mit Unterstützung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania sowie des Augsburger Mutterhauses gegründet und steht seither in enger Verbindung zu beiden Institutionen. Die Gemeinschaft umfasst rund 72 Schwestern, von denen etwa 28 im Konvent in Moshi leben. Von dort aus betreuen sie mehrere Außenstandorte in der Region Moshi.

Das erhebliche Wachstum des Konvents und seiner Aufgaben macht eine umfassende Neugestaltung notwendig. Die Bestandsaufnahme erfolgte im Rahmen einer Exkursion vor Ort. Dabei wurden Interviews geführt, um sowohl die aktuelle Situation als auch zukünftige Anforderungen besser verstehe zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zuerst in eine Bedarfsplanung sowie einen Masterplan für das gesamte Konventsgelände übersetzt.

Der Schlüssel hierfür liegt in der Erschließung des Flächenpotential im südlichen Bereich des Geländes. Zusammen mit der dort bereits bestehenden Grundschule soll das Areal nach und nach zu einem Montessori-Campus weiterentwickelt werden. Den Auftakt dieser Entwicklung bildet die Verlagerung der derzeit überbelegten Montessori-Trainee School, die im Rahmen eines Entwurfs genauer ausgearbeitet wurde.

Die Schwesternschaft Ushirika wa Neema (Gemeinschaft der Gnade) wurde 1979 mit Unterstützung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania sowie des Augsburger Mutterhauses gegründet und steht seither in enger Verbindung zu beiden Institutionen. Die Gemeinschaft umfasst rund 72 Schwestern, von denen etwa 28 im Konvent in Moshi leben. Von dort aus betreuen sie mehrere Außenstandorte in der Region Moshi. Das erhebliche Wachstum des Konvents und seiner Aufgaben macht eine umfassende Neugestaltung notwendig. Im Rahmen einer Exkursion erfolgte eine Bestandsaufnahme vor Ort. Durch Interviews wurden sowohl die aktuelle

Situation als auch zukünftige Anforderungen und Wünsche analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zuerst in eine Bedarfsplanung sowie einen Masterplan für das gesamte Konventsgelände übersetzt. Der Schlüssel hierfür liegt in der Erschließung des Flächenpotential im südlichen Bereich des Geländes. Zusammen mit der dort bereits bestehenden Grundschule soll das Areal nach und nach zu einem Montessori-Campus weiterentwickelt werden. Den Auftakt dieser Entwicklung bildet die Verlagerung der derzeit überbelegten Montessori-Trainee School, die im Rahmen eines Entwurfs genauer ausgearbeitet wurde.

Klimaanalyse Kontext und klimatische Rahmenbedingungen
Makroklima

Breite:

3,33° S

Länge:

37,34°E

Höhe über NN:

ca. 890 m

Die Stadt Moshi liegt im Nordosten Tansanias, unweit der kenianischen Grenze, am Fuße des Kilimandscharo. Es herrscht ein tropisches Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22,3 °C. Aufgrund der geringen Distanz von nur etwa 370 Kilometern zum Äquator treten keine ausgeprägten saisonalen Schwankungen der Temperatur im Sinne klassischer Sommer- und Winterperioden auf. Der kummulierte jährliche Niederschlag liegt bei knapp 2400 mm und verteilt sich – mit Ausnahme einer ausgeprägten Trockenzeit – über weite Teile des Jahres.

Mikroklima

Die solare Einstrahlung ist aufgrund der Äquatornähe ganzjährig hoch und ermöglicht mit 4,2 bis 6,7 kWh/m²d ein erhebliches Potenzial zur Stromerzeugung durch Photovoltaik. Dieses bleibt derzeit ungenutzt, obwohl die bestehende Stromversorgung unzureichend ist und der zukünftige Bedarf weiter steigen wird. Aufgrund des mangelnden Netzausbaus ist hier vorerst von einer reinen Eigenverbrauchsnutzung auszugehen. Die vorherrschende Windrichtung aus Südosten reduziert potenzielle Geruchsbelastungen aus der im Nordwesten gelegenen landwirtschaftlichen Nutzung. Gleichzeitig unterstützt die bestehende Querlüftung eine effektive passive Kühlung bei hohen Temperaturen.

Klimaanalyse Kontext und klimatische Rahmenbedingungen
Makroklima

Breite: 3,33° S

Länge: 37,34°E

Höhe über NN: ca. 890 m

Die Stadt Moshi liegt im Nordosten Tansanias, unweit der kenianischen Grenze, am Fuße des Kilimandscharo. Es herrscht ein tropisches Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22,3 °C. Aufgrund der geringen Distanz von nur etwa 370 Kilometern zum Äquator treten keine ausgeprägten saisonalen Schwankungen der Temperatur im Sinne klassischer Sommer- und Winterperioden auf. Der kummulierte jährliche Niederschlag liegt bei knapp 2400 mm und verteilt sich – mit Ausnahme einer ausgeprägten Trockenzeit – über weite Teile des Jahres.

Mikroklima

Die solare Einstrahlung ist aufgrund der Äquatornähe ganzjährig hoch und ermöglicht mit 4,2 bis 6,7 kWh/m²d ein erhebliches Potenzial zur Stromerzeugung durch Photovoltaik. Dieses bleibt derzeit ungenutzt, obwohl die bestehende Stromversorgung unzureichend ist und der zukünftige Bedarf weiter steigen wird. Aufgrund des mangelenden Netzausbaus ist hier vorerst von einer reinen Eigenverbrauchsnutzung auszugehen. Die vorherrschende Windrichtung aus Südosten reduziert potenzielle Geruchsbelastungen aus der im Nordwesten gelegenen landwirtschaftlichen Nutzung. Gleichzeitig unterstützt die bestehende Querlüftung eine effektive passive Kühlung bei hohen Temperaturen.

Klimaanalyse Kontext und klimatische Rahmenbedingungen
Makroklima

Breite:

3,33° S

Länge:

37,34°E

Höhe über NN:

ca. 890 m

Die Stadt Moshi liegt im Nordosten Tansanias, unweit der kenianischen Grenze, am Fuße des Kilimandscharo. Es herrscht ein tropisches Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22,3 °C. Aufgrund der geringen Distanz von nur etwa 370 Kilometern zum Äquator treten keine ausgeprägten saisonalen Schwankungen der Temperatur im Sinne klassischer Sommer- und Winterperioden auf. Der kummulierte jährliche Niederschlag liegt bei knapp 2400 mm und verteilt sich – mit Ausnahme einer ausgeprägten Trockenzeit – über weite Teile des Jahres.

Mikroklima

Die solare Einstrahlung ist aufgrund der Äquatornähe ganzjährig hoch und ermöglicht mit 4,2 bis 6,7 kWh/m²d ein erhebliches Potenzial zur Stromerzeugung durch Photovoltaik. Dieses bleibt derzeit ungenutzt, obwohl die bestehende Stromversorgung unzureichend ist und der zukünftige Bedarf weiter steigen wird. Aufgrund des mangelenden Netzausbaus ist hier vorerst von einer reinen Eigenverbrauchsnutzung auszugehen. Die vorherrschende Windrichtung aus Südosten reduziert potenzielle Geruchsbelastungen aus der im Nordwesten gelegenen landwirtschaftlichen Nutzung. Gleichzeitig unterstützt die bestehende Querlüftung eine effektive passive Kühlung bei hohen Temperaturen.

Masterplan Bedarf und strategische Entwicklung der Schwesternschaft
Campus Räumliche Organisation und Entwicklung

Der entstehende Campus gliedert sich in zwei übergeordnete Baufelder mit jeweils eigenständigen Gebäudebereichen. Die Zonierung orientiert sich an den vorgesehenen Nutzungen. Ein Bereich ist für die Montessori-Trainee-School mit zugehöriger Unterbringung vorgesehen, während der andere die bestehende Montessori-Grundschule umfasst und perspektivisch um den bestehenden Kindergarten sowie die geplante Sekundarschule erweitert werden kann.

Die Ausrichtung der Baufelder leitet sich aus der bestehenden Grundschule sowie der Öffnung der Baukörper in Richtung Grünraum ab. Verbunden werden die beiden Bereiche durch die Haupterschließungszone, die als gemeinschaftlicher Aufenthaltsbereich sowie als Standort der Campus-Cafeteria dient. Die hofartige Struktur der einzelnen Gebäude ermöglicht es, geschützte private Außenbereiche von den umgebenden öffentlichen Freiräumen abzugrenzen.

Campus Räumliche Organisation und Entwicklung

Der entstehende Campus gliedert sich in zwei übergeordnete Baufelder mit jeweils eigenständigen Gebäudebereichen. Die Zonierung orientiert sich an den vorgesehenen Nutzungen. Ein Bereich ist für die Montessori-Trainee-School mit zugehöriger Unterbringung vorgesehen, während der andere die bestehende Montessori-Grundschule umfasst und perspektivisch um den bestehenden Kindergarten sowie die geplante Sekundarschule erweitert werden kann.

Die Ausrichtung der Baufelder leitet sich aus der bestehenden Grundschule sowie der Öffnung der Baukörper in Richtung Grünraum ab. Verbunden werden die beiden Bereiche durch die Haupterschließungszone, die als gemeinschaftlicher Aufenthaltsbereich sowie als Standort der Campus-Cafeteria dient. Die hofartige Struktur der einzelnen Gebäude ermöglicht es, geschützte und private Außenbereiche von öffentlichen Freiräumen abzugrenzen.

Entwurf Montessori Trainee School als prototypische Umsetzung

Der Entwurf basiert Prinzipien der Montessori-Architektur und übersetzt diese in eine offene, vernetzte Raumstruktur. Diese Organisation schafft vielfältige Kommunikations- und Begegnungsbereiche mit fließenden Übergängen zwischen Innen- und Außenraum. Das Gebäude gliedert sich in die drei Nutzungsbereiche – Unterricht, Verwaltung und Werkstätten – die so organisiert sind, dass Synergien genutzt und Verkehrsflächen minimiert werden. Zwei Innenhöfe verbinden die Baukörper zu einem zusammenhängenden Ensemble und bilden zentrale Orte der Begegnung und des Austauschs.

Großflächige Öffnungen im Erdgeschoss sowie Terrassen im Obergeschoss erweitern die Lernräume nach außen. Bewegliche Fassadenelemente ermöglichen eine nahezu vollständige Öffnung und verstärken die räumliche Kontinuität zwischen innen und außen. Die auskragende Dachstruktur schafft geschützte Aufenthaltsbereiche um das Gebäude herum und schützt zugleich die Gebäudehülle vor intensiver Sonneneinstrahlung und Niederschlägen. In Verbindung mit begrünbaren Strukturen entsteht ein differenziertes Spiel aus Licht und Schatten sowie ein angenehmes Mikroklima.

Der Entwurf basiert Prinzipien der Montessori-Architektur und übersetzt diese in eine offene, vernetzte Raumstruktur. Diese Organisation schafft vielfältige Kommunikations- und Begegnungsbereiche mit fließenden Übergängen zwischen Innen- und Außenraum. Das Gebäude gliedert sich in die drei Nutzungsbereiche – Unterricht, Verwaltung und Werkstätten – die so organisiert sind, dass Synergien genutzt und Verkehrsflächen minimiert werden. Zwei Innenhöfe verbinden die Baukörper zu einem zusammenhängenden Ensemble und bilden zentrale Orte der Begegnung und des Austauschs.

Großflächige Öffnungen im Erdgeschoss sowie Terrassen im Obergeschoss erweitern die Lernräume nach außen. Bewegliche Fassadenelemente ermöglichen eine nahezu vollständige Öffnung und verstärken die räumliche Kontinuität zwischen innen und außen. Die auskragende Dachstruktur schafft geschützte Aufenthaltsbereiche um das Gebäude herum und schützt zugleich die Gebäudehülle vor intensiver Sonneneinstrahlung und Niederschlägen. In Verbindung mit begrünbaren Strukturen entsteht ein differenziertes Spiel aus Licht und Schatten sowie ein angenehmes Mikroklima.

Montessori Architektur

A Design Instrument for Schools

Die von Steve Lawrence und Benjamin Stæhli formulierten 28 Leitlinien der Montessori Architektur basieren auf internationalen Untersuchungen von Montessori-Kinderhäusern und Schulen und sind als praxisnahe Grundlagen und Hinweise für die Planung konzipiert. Sie helfen bei der Strukturierung des Entwurfsprozesses und ünterstützen die systematische Übersetzung pädagogischer Anforderungen in räumliche Konzepte.

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Eine Hierarchie miteinander verbundener Räume … angepasst an die Aktivitäten der Kinder
Die Aufteilung der Räume schafft ein spannendes Gesamtkonzept.

Konstruktion
und Materialien

Konstruktion
und Materialien

Material und Konstruktion sind auf die Nutzung lokaler Ressourcen, einfacher Fügetechniken und vollständige Rückbaubarkeit ausgelegt. Ziel ist eine robuste, ressourcenschonende und zugleich gut ausführbare Bauweise. Das abgesetzte Dachtragwerk wird als reziproke Holzrahmenstruktur nach dem Zollinger-Prinzip aus kurzen Einzelsegmenten ausgebildet und ermöglicht so große Spannweiten bei reduziertem Materialeinsatz.

Lehm zeichnet sich sowohl durch seine lokale Verfügbarkeit als auch seine positiven raumklimatischen Eigenschaften aus und wird daher für Innenwände aus Stampflehm, Lehmputz und verdichtete Lehmböden verwendet. Die Außenwände werden mit TwistBlocks ausgeführt, die eine schnelle Montage und sortenreinen Rückbau ermöglichen. Bei besonders exponierten Bereichen wird termitenresistentes Agavenholz eingesetzt.

Plan
Plan